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Wednesday, 19 February 2014

NOCTURNAL SADNESS


Ich war in der letzten Woche sehr oft traurig, vor allem nachts. Ich konnte deswegen nicht so leicht schlafen. Das berühmt berüchtigte Overthinking. Ihr kennt das wahrscheinlich alle. Es war nicht schlimm, nicht wie früher, ich habe keine Träne vergossen, es war einfach nur ... traurig. Mehr nicht. Und ich wusste, dass es besser werden würde, ich wusste es wirklich. Früher habe ich dann immer eine Person angerufen, aber nun ja, sie ist nicht mehr verfügbar, um es kurz zu fassen. Deswegen habe ich mir in diesen Tagen meine Decke genommen, das Fenster weit geöffnet, mir einen Tee gemacht und, da die Sterne in der letzten Woche nur hin und wieder durch die Wolken geguckt haben, die Stille genossen während man den leisen Wind hören konnte. Das macht den Kopf frei. Um 3 Uhr nachts fahren nur Taxis und nur alle paar halbe Stunden kommen einige Passanten vorbei, dessen Gespräche man sogar mithören kann. Und in diesen Tagen ist mir nur noch mehr bewusster geworden, dass sie alle ihre eigenen Lasten zu tragen haben. Dass jeder Einzelne dieser Menschen - der Taxifahrer, die beiden Frauen, die von einer Party kamen, der Junge mit den großen Kopfhörern, der Mann auf dem Fahrrad - seine eigene Geschichte hat, seine eigene Vergangenheit. Und jedes Mal, wenn jemand vorbei ging oder auch fuhr, dachte ich daran, dass wir doch alle irgendwo gleich sind. Mit denselben Fehlern und Problemen unserer Selbst. Und jedes Mal wurde alles weniger scheiße.

I often was very sad in the last week, especially at night. I wasn't able to sleep so easily like always because of that. The infamous overthinking. You all know that probably. It wasn't bad, not like times before, I haven't shed tears, it was just ... sad. Nothing more. And I knew that it would get better, I knew it. I used to call a person always, but well, he is no longer available, to put it briefly. That's why I took my blanket to me these days, opened the window wide, made ​​me a cup of tea and - as the stars have watched in the last week only occasionally through the clouds - enjoyed the silence while I've heard light breezes. This freed your mind. At 3 clock at night only taxis are driving and only every half hour few passers coming, whose conversations can be heard. And these days I have become even more conscious that they all have to carry their own expense. That every individual of these people - the taxi driver, the two women who came from a party, the boy with his big headphones, the man on the bicycle - has its own history, its own past. And every time someone walked by or drove past, I thought that we are all the same, somewhere. With the same mistakes and problems of our own. And every time, everything was less shitty.


(P.S. Ich denke, es ist alles wieder gut - oder wenigstens okay - bei mir.
Aber ich würd gerne wissen, was ihr persönlich gegen Traurigkeit macht?)

23 comments:

  1. Du bist so ein inspirierender Mensch, ich hoffe wir werden uns irgendwann mal sehen. Ich habe richtig dolles Bauchkribbeln weil ich dieses Gefühl vom Nachts wach liegen und die Gespräche der wenigen Leute auf der Straße verfolgen sehr gut kenne. Und das macht mich immer glücklich, genau aus dem Grund weil ich mich freue das so viele Menschen durchalten und ihr Leben nutzen und es pushed mich meins auch nicht aufzugeben. Wir haben nur diese eine Chance und die mag zwar eigentlich sinnlos sein aber irgendwie sollte man doch das beste drauf machen. Du bist wunderbar, gib niemals niemals auf und freu dich darauf mit der Schule fertig zu sein, reisen zu gehen und auf deinen eigenen Füßen zu stehen. Ich mag dich gerade so unglaublich gerne.

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    1. Fion, dein Kommentar hat gerade einfach mal meinen ganzen Tag gemacht, daaanke dir. Ich hoffe doch sehr, dass wir uns irgendwann sehen werden! Ich kann deine Worte nur unterschreiben - es ist vielleicht unsere einzige Chance, aber es sollte auch gleichzeitig unsere beste Chance sein. Oh ja, ich freu mich mega auf das, was nach der Schule kommt, obwohl ich nicht weiß, was da kommt, aber es wird gut. Ich glaube, ich brauch dir gar nicht sagen, dass du nicht aufgeben sollst, weil du so eine starke Persönlichkeit zu haben scheinst. Ich mag dich auch unglaublich gern.

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  2. Ich muss @Fion Pan wirklich zu stimmen! Ich verfolge schon seit einiger Zeit deinen Blog und ich liebe deine Schreibweise, aber besonders auch deine Gedanken. Mir ergeht es ebenfalls oft so. Ich mache genau das Selbe wie du, wenn ich wieder etwas melancholisch werde. ..einfach einen heißen Tee aufsetzen und die Stille der Nacht genießen. Ich nehme solche Momente, wo man die meiste Zeit hat über alles nachzudenken, als schöne Momente wahr. Bleib so wie du bist, denn so bist du wunderbar. <3

    Liebste Grüße, Ann Marie.
    http://regenliebhaberin.blogspot.de

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    1. Tee ist einfach mal das Beste, haha. Ich dank dir, Ann Marie. Ganz doll sehr. x

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  3. Wow! Dieser Text ist wieder einmal wundervoll!
    Ich glaube wir sind "Gedanken-Verwandt"! Auch wenn es dass nicht gibt,...Vielleicht liest du das einmal: http://fakeplasticfriends.blogspot.co.at/2014/02/wenn-die-stille-der-nacht-fast.html
    Alles Liebe Hannah

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    1. Omg, wir sind wirklich gedankenverwandt! ♥

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  4. Ich denke daran, dass ich mich jederzeit umbringen könnte. Das hilft mir.

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    1. Umbringen ist nicht die Lösung. Versuch durchzubrechen, es wird dich immer etwas runterziehen. Deine Gedanken hatte ich auch, aber ich konnte es nie, weil ich dann wusste, dass es Menschen gibt, denen ich damit noch mehr wehtue. Ich hab das alles betäubt mit Alkohol (war keine gute Idee übrigens, bin nur melodramatisch geworden im Rausch). Du musst einfach daran glauben, dass es Menschen gibt, die dich zu schätzen wissen und diese Menschen gibt es wirklich, vielleicht hast du sie nur noch nicht kennengelernt, aber sie gibt es, das verspreche ich dir!

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    2. Versuch durchzubrechen. Ich finde den Ausdruck sehr gut. Durch diesen Kreislauf brechen. Durch das, was uns zu diesen Gedanken führt. Es brechen. Wisst ihr, ich denke, der Grund, warum man noch hier ist, obwohl man diese Gedanken hat, sollte nicht der sein, dass man Menschen damit verletzen könnte - der Grund sollte sein, weil man es will. Dass man denkt: Scheiße, ich will leben. Und ja, verdammt, es ist vielleicht schwer, aber was hab ich schon zu verlieren? Ich kann euch sagen, dass es dort draußen mehr gibt und wir werden nie die Zeit dafür haben, das ganze Mehr erkunden zu können, aber wir können wenigstens anfangen und es versuchen. Es gibt Orte und Menschen, die so wunderbar und gleichzeitig so unbekannt sind. Und was spricht dagegen, es zu versuchen? Was spricht dagegen, sich auf diese Dinge zu konzentrieren und den ganzen anderen Mist dagegen verblassen zu lassen? Es gibt viel mehr - und na klar, auch negatives gibt es mehr. Aber am Ende zählen diese Dinge nicht, am Ende zählt vielleicht gar nichts. Warum sollte man es dann überhaupt versuchen, wenn am Ende nichts zählt, fragt man sich? Wegen einem selbst. Weil man es will. Weil man genau deswegen nichts zu verlieren hat. Alle diese anderen geliebten Menschen sollten nicht der Grund sein, sondern der Teil des Mehrs. Ich weiß nicht, ob ihr mich versteht, vielleicht tut ihr's, vielleicht nicht. Was ich mit all dem hier sagen will: Versucht durchzubrechen, wenn ihr das Mehr wollt. Euretwegen. Wenn nicht, dann nicht. Dann stellt euch dem Ende. Aber fragt euch dann nicht, warum ihr nie das Mehr bekommen habt.

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    3. Ich bin es nicht wert, dieses mehr zu bekommen. Besser ich gebe auf...

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    4. Tut mir leid, aber dann willst du das Mehr auch nicht haben. Du sagst, du hast es nicht verdient, aber um ehrlich zu sein, hast du es nicht gewollt.

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  5. Wir sind alle verschieden und das macht uns doch wieder gleich. Wir sind Engelskinder.

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  6. Es ist irgendwie schön, aber auch so traurig anzuhören, dass doch auch andere Menschen so traurig sind. Ich war viel und oft traurig, bin manchmal einfach heulend zusammengebrochen wegen nichts und das immer öfters. Niemand hat davon etwas mitbekommen, außer mein Freund. My Love and my best friend. Ich liebe es nachts über die Straßen zu laufen, wenn ich zum Beispiel nachts um 3 von einer Party nach Hause komme, dann laufe ich gerne über die Hauptstraße, weil dort dann kein einziges Auto mehr fährt, nur alle halbe Stunde vielleicht. Irgendwie habe ich nie rausgefunden, warum ich immer traurig war, aber ich bin zu dem Erkenntnis gekommen, dass ich nicht die einzige war und bin. Das ist glaube ich sehr wichtig zu wissen.

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    1. Es ist schön zu wissen, dass man Menschen hat, die einen lieben. Und weißt du, vielleicht ist es gar nicht so wichtig zu wissen, warum man traurig ist. Es ist wichtiger zu wissen, warum man glücklich ist. Barney Stinson sagte einmal: Wenn ich traurig bin, höre ich einfach damit auf und fühle mich stattdessen einfach super. Vielleicht ist es manchmal gar nicht so schwer, damit aufzuhören. Man muss nur wissen, wie. Und Josie, du bist super.

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  7. früher war ich immer schaukeln nachts wenn ich traurig war, das hat damals geholfen. jetzt aber nicht mehr so richtig. aber vielleicht hilft es dir nächstes mal!
    karla

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  8. Göttervater Odin25 February 2014 at 18:48

    Hast du den Chatroom für unsere Gruppe schon "errichtet"?

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    1. Ich hänge immer noch am Namen, lol.

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  9. Göttervater Odin25 February 2014 at 21:02

    Namen sind Schall und Rauch! :)
    Welche Bedeutung hat lol nochmal? Du weißt, ich hab es nicht so mit dieser Jugendsprache.

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    1. Das hast du aber schön gesagt, und sogar mit Smiley. :D
      Lol bedeutet Laughing out loud. Und ich bearbeite die Seite gerade, klick hier.

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  10. Göttervater Odin25 February 2014 at 21:12

    Ach und übrigens, selbst, wenn die Strahlung unbedenklich ist, gibt es immer noch das hier:
    http://www.pcwelt.de/news/Hochgiftig-Xbox-360-Playstation-3-Wii-im-Greenpeace-Test-149813.html

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Dear whoever is reading this, everything is going to be alright.