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Tuesday, 30 July 2013


WIR VERLASSEN DEN SÜDEN UND FLIEGEN ZURÜCK NACH HANOI
Es waren die letzten Tage für mich in Vietnam, also ging es nun daran, langsam einzupacken. Zuvor aber wartete natürlich noch ein großes Familienessen auf mich. Ich lernte weitere, dennoch aber immer noch nicht alle, meine Verwandten kennen und spielte zum letzten Mal mit all den kleinen Kindern, die mich schon in einigen Jahren vergessen werden. Und die Väter betranken sich, erhöhten ihre Lautstärke und sangen Karaoke (die Vietnamesen lieben Karaoke). Und als wir auf unsere Taxis warteten und die Frauen darauf warteten, dass ihre Männer zu Potte kamen (einige tranken sogar mit), ging ich raus. Na ja, im Prinzip waren wir schon draußen. Es war so ein offenes Restaurant, direkt unter einem floss das Wasser (s. Bild 3). Es war schon weit über Mitternacht und das einzige, was ich machte, war mich auf die Treppe zu setzen und (ernsthaft) Prinz Pi zu hören, um das bescheuerte Gegröle zu übertönen. Meine Schwester sagte mir später, dass Betrunkene lustig seien und sie Betrunkene sympathisch fand. Ich habe über die Aussage eine Weile nachgedacht (mich beschäftigen natürlich immer unwichtige Themen), aber um ehrlich zu sein, kann ich sie nicht wirklich nachvollziehen. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich schlechte Erfahrungen damit gemacht habe, was auch der hauptsächliche Grund dafür ist, dass ich keinen Alkohol trinke. Nun gut, also saß ich da, hörte Prinz Pi und erklärte es meinem Cousin damit, dass ich müde (meine zu allem passende Begründung) war. Und irgendwie hab ich mich viel wohler gefühlt, als ich allein war.

Es war der Tag vor unserer Abreise und ich könnte eigentlich seitenlange Texte über ihn schreiben, aber ich versuche mich wohl ein bisschen kurz zu halten. Am frühen Morgen holte uns (meine Geschwister und ich) meine Cousine mit einem Freund und noch ein Verwandter (von dem ich bis heute nicht weiß, wie er mit uns verwandt ist) ab. Mit drei Mopeds sind wir dann zum Grab von Onkel Ho und dem dazugehörige Museum gefahren, mussten dann wieder zurück fahren, weil man dort nur mit langer Kleidung rein konnte und sind dann wieder umgezogen hingefahren. Und Leute, es war so warm (wie es üblich ist in Vietnam), dass sich meine Kleidung so widerlich auf meiner Haut angefühlt hatte. Was aber niemand wusste ist, dass sie danach noch woanders hinfahren wollten. Also haben wir die Stadt hinter uns gelassen und fuhren los, trafen auf dem Weg auf einen Fahrer, mit dem wir bei ungefähr 90km/h Smalltalk hielten und der dann letztendlich einfach mit uns gekommen ist.

Wir fuhren bestimmt über eine Stunde mit den Motorräden die Autobahn entlang und ich bin immer noch begeistert davon. Es war wie immer viel, viel besser als Autofahren. Man fühlt sich frei und unendlich (und die Wärme war dadurch mehr als erträglich). Und unsere erste Station war so ein Freizeitdingensgelände (oh, super Beschreibung). Jedenfalls ging's an Grasrodeln (gibt bestimmt noch einen richtigen Begriff dazu), Autoscootern, Gras-Ski (oder ein anderer Begriff), mein Bruder wurde durch die Luft geschleudert und ans viel Schwitzen und Sport machen. Dann waren wir essen und mein Fahrer trank erstmal so viel Bier, dass er rot im Gesicht wurde (aber hey, wie ihr seht, hab ich's mit einigen Hindernissen, wie die Orientierungslosigkeit, überlebt). Und danach, zu meiner bösen Überraschung, zum Paintball (obwohl wir schon längst bei einem letzten Familienessen sein mussten).

2 comments:

  1. Schöne Bilder :)

    Liebe Grüße,
    Jessica von our hearts

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  2. Das ist beruhigend ,dass ich wenigstens nicht die einzige bin, die wieder zur Schule muss. :D
    Danke ,den hatte ich, bin ja öfter in Berlin (:

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Dear whoever is reading this, everything is going to be alright.