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Sunday, 21 July 2013


In den letzten Tagen hatte ich den Drang dazu, zu schreiben. Wirklich zu schreiben. Das habe ich nämlich schon seit Wochen nicht mehr gemacht. Und deshalb wechsle ich von Reiseberichten zum Stil eines Reisetagebuches. Ich hoffe, das wird jetzt nicht zu verwirrend, weil ich nicht alle Eindrücke benennen werde, weil es sonst echt lang wird als es ohnehin schon ist.

WIR VERLASSEN HANOI - WELCOME IN SAPA
Während wir darauf warteten, dass unser Essen kommen würde, betrachtete ich die Berglandschaft, die sich direkt neben mir erstreckte. Erst auf dem zweiten Blick erkannte ich, dass wir nicht am höchsten lagen wie ich es nach dieser langen Autofahrt vermutet hatte. Laute Stimmen rissen meinen Blick von dem Fenster. Eine große Gruppe von Jugendlichen waren (neben den drei Franzosen, die mit uns hierher gefahren waren) im Hotel angekommen. The Journey stand auf ihren einheitlich blau-lila Shirts. Vielleicht Kanadier, dachte ich mir.

Schreie. Keine angstvollen Schreie, keine panischen, wie ich es gewohnt war. Glückliche Schreie. Schreie, die die Freiheit ausdrückten, die die Menschen fühlten, wenn sie diesen Berg erklimmten, den auch ich erklommen habe. Schreie, die sogar bis hier unten zu hören waren und die Menschen immer wieder dazu ermutigten, diesen kraftaufwändigen Weg weiter zu gehen. Weil auch sie diese Unendlichkeit fühlen wollten.

»Sorry, could you take a picture from us?«, fragte ein Ehepaar (oder einfach nur ein Pärchen) mich, als ich mich umdrehte. »For sure.«, erwiderte ich lächelnd und nahm ihre Digitalkamera an. Nach ein paar Schüssen vor dem Wasserfall der Liebenden (von dem ich keine Bilder geschossen habe, da meine Kamera es, wie auch meine Familie, nicht bis hierher geschafft hatte) bedanken sie sich ehe sie ihren Weg fortsetzen. Ich fragte mich, wie einsam ich hier ausgesehen hatte. Das Mädchen am Wasserfall - der neue Bestseller, dachte ich und ging den menschenleeren Weg wieder zurück.

Wir saßen in einer Kabine eines Zuges. Mein Onkel, mein Papa, zwei Franzosen mit Bier und ich. Ich unterhielte mich aus einer Mischung meiner Französisch- und Englischkenntnisse und konnte meine Französischlehrerin dafür danken, dass sie mir das beigebracht hatte. Mein Onkel redete mit einer Mischung aus seinem Englisch und Vietnamesisch. Für meinen Papa wurde gedolmetscht. Wir redeten von unserer Reise, sie von ihrer, ich von mir und sie von ihnen. Vietnamesisch lernen in 12 Stunden, stand auf einem Buch, das sie mir reichten und ich fragte mich, ob man in zwölf Stunden echt so viel lernen konnte wie sie versuchten, sich auf vietnamesisch mit uns zu unterhalten. Irgendwann verabschiedeten sie sich von mir, da sie rauchen gehen wollten, ich von dem Bett aufstand und in meine eigene Kabine ging.

10 comments:

  1. Ein wirklich toller Blog und wunderschöne Bilder die zum Träumen einladen..

    Dort wäre ich jetzt auch gerne :-)

    LG Steffi

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  2. Warst du auch in Saigon?

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  3. Wow, die Fotos sind ja atemberaubend schön. Würde auch gerne mal dahin :)

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  4. du warst ganz alleine da oben?

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    1. Eigentlich mit meinem Papa und Bruder, aber die sind dann später wieder zurück, weil sie auf der Suche nach meiner restlichen Familie waren.

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  5. Das zweite Bild hat's mir wirklich angetan! Sooo schön :)

    Ich hatte schon mal ein Wasserzeichen, allerdings empfand ich es irgendwann als extrem störend auf den Bildern und beim abspeichern (immer doppelt: einmal ohne für mich, einmal mit für das Internet). Ein sehr dezentes Wasserzeichen am Rand kann zu leicht weggeschnitten werden, ein auffälligeres, zentrales stört im Bild wiederum zu sehr. Irgendwie hab ich da noch nicht den richtigen Kompromiss für mich gefunden.

    Meinen Flickr-Account möchte ich auf keinen Fall privat einstellen, weil ich mich auch dort gerne mit anderen, fremden über's Fotografieren austausche. Und Rechtsklicksperren finde ich persönlich eher unnötig (zumal ich ja nichts dagegen habe, wenn man Bilder kopiert und mich als Quelle angibt), weil sie so leicht zu umgehen sind. Außerdem braucht es ja noch nicht mal einen Rechtsklick, um ein Bild z.B. zu Weheartit hinzuzufügen.

    Eine richtige Möglichkeit, um seine Bilder zu schützen, scheint es leider einfach nicht zu geben ;/

    Liebe Grüße

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  6. wunderschöne bilder! :) womit bearbeitest du sie?

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  7. Ja, die hatte ich definitiv! Wow, das erste Bild ist einfach nur wunderschön :O

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Dear whoever is reading this, everything is going to be alright.