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Wednesday, 19 June 2013

WIR SIND UMGEBEN VON CHAMÄLEONS, DIE NICHTS ANDERES MACHEN ALS SICH ANZUPASSEN.


19/06/2013| Die letzten Tage an der Sonne verbracht und oh, ich bin überhaupt kein Fan vom warmen Wetter (vor allem im Frühling). Ich glaub, das war wieder alles zu viel des Guten, aber wenigstens weiß ich jetzt, warum das so ist. Also, ich glaub es. Jedenfalls werde ich mich mal nach den Ferien daran setzen und mal versuchen, mit jemanden zu reden. Vielleicht mit jemanden, der mich nicht so gut kennt oder mit jemanden, der mich recht gut kennt - vielleicht beide Varianten, vielleicht schreibe ich auch wieder nur Briefe, die sie nicht lesen werden (was ich aber ab den Ferien an vermeiden will). Ich bin verwirrt. Die Ferien werden Klarheit schaffen. Alles wird gut. Mir wird es gut gehen.

Es ist Abend, der Himmel wird allmählich immer dunkler und ich sitze auf dieser klitschnassen Wiese, die an sonnigen Tagen oft als Picknickplatz in Anspruch genommen wird. Hinter mehreren Bäumen, sodass man mich vom Weg nicht sehen kann, vor einem Park, der nur von ein paar Fahrradfahrern durchquert wird. Es regnet in Strömen, sodass ich die Autos auf der Straße nur mit Mühe hören kann - als würde man all den Regen, der mir die letzten Tage ausblieb, nachholen wollen. Als würde das Wetter sich meiner Stimmung anpassen. Ich kann endlich wieder frei atmen. Die kalten Wassertropfen prasseln mir auf's Gesicht, das ich gen Himmel halte. Meine ganzen Sachen kleben an meinem Körper wie eine zweite Haut, doch diesmal sträube ich mich nicht dagegen, weil ich weiß, dass mich niemand so sehen wird. Meine ganze Familie ist nicht zu Hause, also würde ich hier bleiben bis der Regen aufhören würde. Ich bin glücklich und traurig zugleich. Glücklich, weil ich mich frei fühle. Befreit von der ganzen kaputten Welt, in der ich lebe. Wenn, auch nur für eine kurze Zeit. Und traurig, weil diese Welt trotzdem existiert. Weil niemand mehr da ist, der sie zusammenhalten kann. Weil sich alle abwenden. Weil nur ich sie selbst wieder zusammenflicken kann und weil ich einfach Angst davor habe, es nicht zu schaffen. Ich habe einen Plan, aber weiß nur zu gut, wie fehlerhaft sie immer sind. Ich zweifle an ihnen. Zweifle an die heile Welt. An ihre mögliche Existenz. An mich.

4 comments:

  1. Ich hoffe, du schaffst es mit jemanden zu reden!
    Und, dass du es schaffst Klarheit zu schaffen!♥

    Ich liebe es, im Regen zu sitzen.

    Alles Liebe♥

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  2. Gut möglich, dass unsere Welt nicht so existiert, wie wir annehmen. Vielleicht sind wir alle nur Computerprogramme in einer gigantischen Simulation, die auf dem Rechner irgendeines anderen Lebewesens durchgespielt wird. Wer weiß...

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Dear whoever is reading this, everything is going to be alright.