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Monday, 27 May 2013

WENN ICH REDE, IST ES DIE STIMME VON JEMAND ANDEREM, NICHT DIE MEINER WIRKLICHEN GEDANKEN.


Ich habe am Wochenende so viele Entscheidungen getroffen, weshalb mir derzeit so viel durch den Kopf geht, dass ich denke, mein Kopf könnte jeden Moment implodieren. Und nein, Schule ist jetzt erstmal für die nächsten zwei Monate total unwichtig und kommt an letzter Stelle. So viele schlechte Noten, wie die Lehrer mir jetzt noch zuwerfen wollen, ich nehm sie alle an und schmeiß sie in die nächste Ecke, weil sie im Gegensatz zu vielen anderen Sachen gerade so unwichtig sind. Und ja, normalerweise drücke ich mich etwas anders aus, aber das hat jetzt auch etwas mit den Entscheidungen zu tun, die ich getroffen habe und von denen ihr wahrscheinlich in ungefähr 24 Tagen, spätestens in zwei Monaten, erfahren werdet, also entschuldigt mich, ich streich Schule jetzt erstmal aus meinem Hirn.

Ich würde mich selbst gern mal in einer anderen Perspektive sehen, als Außenstehender. Ich würde gern sehen, wie ich auf andere wirke – wie ich aussehe, wenn ich durch die Gegend laufe und mich in einer bestimmten Situation verhalte. Wie das eben so ankommt. Eher schüchtern, zurückhaltend, doch ganz normal und nett oder total arrogant. Doch das antworte ich nicht, weil dann sicherlich die Frage kommen würde, wie ich auf mich selbst wirke. Zwischen Ja und Nein, richtig und falsch, gut und schlecht, klug und dumm, sicher und unsicher, schön und hässlich, erwachsen und kindisch, nett und unhöflich, einfach und kompliziert – irgendwo da bin ich. Weiß bloß nicht, wo genau. »Mir geht’s gut.« - »Du siehst aber nicht so aus.« »Dann schauen Sie weg«, fauche ich. Ich habe wirklich kein Bock auf diesen Scheiß, wollte deshalb nie etwas im psychologischen Bereich machen. Von anderen gehasst zu werden, weil man in die Psyche eindringt und versucht, ein komplexes Problem zu lösen, das die Menschheit niemals lösen können wird, weil es einfach nicht geht. Gezwungen zu sein, Vertrauen zu einer völlig fremden Person aufzubauen, die jahrelang nur mit einem Muster gearbeitet hat und dieser alles zu erzählen, obwohl man selbst nichts von ihr weiß. Abhängig zu sein. Zu wünschen, dass einem geholfen wird, doch besteht das einzige Resultat darin, nur zu denken, dass geholfen worden ist, aber man im Prinzip immer noch an derselben Stelle hängenbleibt - nur denkt man es nicht mehr, was vielleicht ein Erfolg wäre, für mich aber eine Form der Gehirnwäsche. Also was nützt es mir, hier zu sitzen und mit dieser Pseudo-Psychologin, denn es wird meiner Meinung nach nie jemand geben, der die Psyche des Menschen vollkommen verstehen wird und deswegen auch gerechtfertigt Psychologe genannt werden zu dürfen, zu reden? Genau, gar nichts. »Das hier ist alles abgefuckt, ich werde jetzt gehen.« Sie reagiert nicht auf meinen Kraftausdruck, hat nichts von meinen fast explodierenden Gedanken gerade bemerkt, die - ich will es nur mal erwähnt haben - nur meine Gedanken zu der ganzen Sache sind und keinesfalls der Wahrheit entsprechen müssen, aber durchaus können, nickt nur und lässt mich gehen.

9 comments:

  1. Toller Text. Finde deinen Blog echt super. :)

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    1. Danke dir, aber kann ich nur zurückgeben! x

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  2. Ich kann dieses Kompliment nur zurück geben. Deine Texte sprechen für sich, es steht so viel zwischen den Zeilen und man fühlt genau das, was du schreibst. Ich konnte dich direkt fauchen hören. :)

    Ja, ich wünschte ich könnte auch mal der Aussenstehende sein, wie ich auf andere wirke.

    Der Textteil "für immer" habe ich mir leider nicht erdacht...es ist genauso geschehen, auch wenns schon fast ein halbes Jahr her ist, so haben sich die Worte trotzdem in meine Gedanken gebrannt, wie ein Brandzeichen. Für ewig sichtbar...

    In Liebe...Nanouk

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    1. Aw, wie lieb von dir! ♥
      Oh nein, wie traurig ... Ich hoffe, es ist nicht so schlimm wie es rüberkommt ...

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  3. Ich würde auch so gern sehen, wie ich auf andere wirke. Durch die Augen eines anderen sehen, wie ich durchs Leben gehe.
    Bleib stark und ich weiß, dass du dich richtig entscheidest. Ich weiß zwar nicht wofür, aber ich habe das Gefühl, dass du glücklich wirst damit.

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    1. Dein "bleib stark" hat mir gerade echt irgendwie geholfen. Danke. Danke, danke, danke.

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  4. Haben wir in Englisch Hausaufgaben auf?

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    1. Du sollst Argumente dafür finden, warum es Kinderarbeit geben sollte (also aus der Sicht der Fabrikunternehmern da).

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  5. Ach ja, das haben wir schon in Lernzeit gemacht :)

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Dear whoever is reading this, everything is going to be alright.