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Friday, 3 May 2013

NACHTS IST JEDER SEE EIN SCHWARZES MEER.


Ja, ich merke, der Frühling ist da - genauso wie meine Pollenallergie, die meine Stimmung nicht gerade anhebt. Aber wenn ihr das hier lest, werde ich wahrscheinlich gerade von guter Laune umzingelt sein (keine Ironie). *Notiz an mich: Versuch in Zukunft jeden Menschen anzulächeln und so oft wie möglich zu lachen - egal, wie du dich fühlst.

Ich war in letzter Zeit sehr oft unterwegs, so oft unter Stress, wollte so viel erleben, so viel verdrängen, alles gleichzeitig. Vielleicht war mir das alles viel zu viel, ist es vielleicht immer noch. Mein Leben war hektisch und oft so schnell, dass mich es manchmal selbst verwirrte. Mich vergessen ließ, wer ich bin und warum ich das tat. Doch als ich dann ins Krankenhaus kam, über's Wochenende, drei Tage lang in diesem Krankenbett lag, Blut und Wasser kotzend an diese weiße, monotone Zimmerdecke starrte und so tat als täte mir nichts weh, damit ich in der kommenden Woche wieder in die Schule konnte und niemand etwas merken würde, erkannte ich den Sinn von den Dingen, die ich tat. Ich wollte so viel tun, so viel in der Welt bewegen, nichts vergessen. Und ich erkannte, dass wenn ich in den nächsten Monaten oder Jahren sterben würde, das Leben jedes anderen weitergehen würde. Es hört sich traurig an, aber es ist so. Es wird eine Zeit kommen, in der wir alle tot sind. Alle von uns. Es wird eine Zeit kommen, in der kein Mensch sich daran erinnert, dass irgendjemand mal existiert hat oder irgendjemand etwas Besonderes getan hat. Alles, was wir tun, bauen, schreiben, denken und erkennen wird vergessen sein. Nur die wenigsten wissen zum Beispiel, wer Albert Schweitzer war, den ich für sein Denken bewundere. Und diese Erkenntnis macht mich einerseits glücklich und andererseits sehr traurig. Glücklich, weil das Leben meiner Familie, meiner Freunde weitergehen wird und traurig, weil wir alle vergessen - egal, wie sehr wir uns anstrengen, es nicht zu tun.

11 comments:

  1. Hallo Charlie, ich wollte dich nochmal bitten, ordentlich mit den DVDs umzugehen. Meine Filme sind mir fast so wichtig wie meine Überlebensausrüstung :) Außerdem solltest du noch wissen, dass du einer von 4 Menschen bist denen ich meine Filme ausborgen würde, also missbrauche mein Vertrauen nicht ;) Viel Spaß!

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  2. Ach ja, ich vergaß dir mitzuteilen, dass sich das Warten gelohnt hat. Die UNGEKÜRZTE Version der 1. Staffel von 'The Walking Dead' ist bald erhältlich!!!!!!!!!!!!! :D Ich wollte mein Geld eigentlich für 6 weitere Skat-Spiele ausgeben, aber das hat sich erst mal erledigt ;)
    PS:'28 Days Later' und '28 Weeks Later' brauchst du mir erst in ca. 1 Woche zurückgeben

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    1. Ich will aber die ungekürzte Version nicht - das ist doch doof, weil man schon weiß, was im Groben passiert. Deine Karten reichen doch völlig aus? Ja, alles klar. Ich guck das dann irgendwann, wenn ich Zeit habe.

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  3. Also ich empfinde es als befreiend, nach meinem Tod in Vergessenheit zu geraten... Niemand, der sich an die schrecklichen Taten erinnert, die ich begangen habe und noch begehen werde.

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    1. Und was ist mit den wunderbaren Dingen, die du "begangen hast bzw. begehen" wirst?

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    2. Die mache ich nicht, damit sich viele daran erinnern. Hauptsache sie bewirken etwas. Ob jemand sich dran erinnert, dass es mein Verdienst war, spielt keine Rolle.

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    3. Beispiel: Jemand tut etwas Schreckliches und du änderst irgendwie dessen Meinung, sodass dieser jemand das nicht mehr tut. Du gerätst dann in Vergessenheit - kommt sehr nahe, dass dieser jemand wieder damit anfängt. Was hatte das dann für eine Wirkung?

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    4. Warum sollte derjenige wieder damit anfangen? Nur weil ich tot bin? Ich meine, wenn ich die Meinung dieser Person wirklich geändert habe, dann schwenkt er/sie doch nicht urplöztlich wieder um.

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    5. Ich rede von vollkommenen Vergessen. Als ob man nie da wäre, verstehst du?

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  4. Achso. Du meinst, man stirbt und niemand erinnert sich an dich, auch nicht die, die dich während deines Lebens gekannt haben...
    Ist eigentlich gar nicht mal so unlogisch. Ich meine, wenn eine Person schon seit länger Zeit tot ist, dann hören die Verwandten und Freunde irgendwann auf, permanent an den Verstorbenen zu denken, weil sie den Tod des Menschen im Idealfall überwunden und verarbeitet haben und dann wäre es ja quasi so, als hätte man nie existiert. Richtig?

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Dear whoever is reading this, everything is going to be alright.