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Tuesday, 2 April 2013

GLAUB MIR, DASS ICH DEIN LEBEN MEHR SCHÄTZE ALS MEINS.


Es sieht besser aus als es schmeckt, glaubt mir. Meine Ferien sind bald vorbei, was ich unglaublich schrecklich finde. Ein Grund wäre zum Beispiel, dass ich noch keines der Schulaufgaben, die ich über die Ferien machen sollte, erledigt habe (einschließlich das Lernen für Tests). Oder ein weiterer Grund ist, dass ich das Gefühl habe, dass sich meine Ansichten über die Ferien so stark verändert haben und ich jetzt wohl vielleicht auch ein kleines bisschen anders mit meinen Mitmenschen umgehe, was vielleicht zu Komplikationen führen könnte. Und da ich eher in den Ferien mit Leuten zu tun hatte, die mich nicht so lange kennen, konnte ich sie auch nicht fragen, ob ich mich verändert habe. Aber am besten gehe ich einfach so gut es geht jedem aus dem Weg (was für ein genialer Plan, da in einer Schule ja so wenig Menschen sind).
PS: Ich schwöre, der Nächste, der mich fragt, ob's mir gut geht, den werde ich eiskalt ignorieren!

»Geht's dir gut?«, frage ich besorgt. »Na klaaar, mir könnt's nicht besser gehn. Kannste mir noch was zum Trinken bringen?« Ich verstehe ihn kaum, er redet undeutlich. »Ich glaube, du hast heute genug getrunken ...«, erwidere ich zögernd und betrachte wie er dort am Boden sitzt, fast liegt. »Ach was, mir geht's prima - bin doch noch nüchtern!« Ich lache kurz auf. »Na klar, genau das bist du.« Ich gehe in die Küche und treffe auf eine Freundin, die sich mit einem anderen Mädchen unterhält. »Hast du vielleicht Wasser hier?«, frage ich sie. »Klar, im Kühlschrank.« »Danke.« Ich gieße etwas in ein Glas und gehe damit in das befüllte Wohnzimmer zurück. »Hier bitte.« Ich halte ihm das Glas hin, das er - irgendetwas vor sich hin nuschelnd - entgegennimmt. »Willst du nichts trinken?«, fragt er dann.  »Ich trink keinen Alkohol.« »Überhaupt nicht?« »Überhaupt nicht.« »Cool.«, erwidert er nur und trinkt aus seinem Glas. Ich muss lächeln als er seine Stirn runzelt und bemerkt, dass es nur Wasser ist. »Danke.« Ich bin mir nicht sicher, ob es Ironie ist und nicke nur kurz. Ich sehe seine besten Freunde, die ein paar Meter weiter stehen und laut reden. Lachen und sich nicht für ihn interessieren. Vielleicht tut man das heute so - man sieht nur das, was man sehen will. Unser Egoismus ist ausgeprägter als je zuvor. Von dem Alkohol- und Rauchgeruch hier drin wird mir übel - vielleicht auch von diesen Menschen. Ich nehme mir meine Jacke und gehe einfach.

4 comments:

  1. Von dem Alkohol- und Rauchgeruch hier drin wird mir übel - vielleicht auch von diesen Menschen. Dieser Satz ist so wunderbar richtig. Ging mir mal genauso. Wie immer sehr schön geschrieben! :)
    ♥, Dornröschen

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  2. Replies
    1. Oh je. Dann wünsche ich dir, dass bald alles super für dich läuft. ♥

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Dear whoever is reading this, everything is going to be alright.